Schuhwerk
Auf über 10000 Jahre alten Felsmalereien, sind bereits Menschen zu sehen, die "Schuhe" tragen. Damals wurde Leder oder Tierfell um die unteren Gliedmaßen gewickelt. In Ägypten fand man bei Ausgrabungen, Sandalen (die äter als 3000 Jahre sind). Wahrscheinlich hatten die Ägypter Basisform des Schuhs erfunden.
Das Wort Schuh kommt aus dem althochdeutschen und bedeutet soviel wie bedecken oder umhüllen.
Anfangs hatte der Schuh eine reine Schutzfunktion. Erst im Laufe der Zeit wurde er mit Ornamenten versehen. Mit der Zeit wurde immer größerer Wert auf den modischen Aspekt gelegt.
Lederstiefelette aus dem Jahre 1900
Ein Schuh besteht im allgemeinen aus zwei Teilen. Der Schaft und der Boden. Der Schaft setzt sich aus mehreren miteinander verklebten oder vernähten Einzelteilen zusammen: Man unterscheidet zwischen dem Innenschaft (Futter), Zwischenschaft (Zwischenfutter) und Außenschaft (Oberleder). Der Außenschaft wiederrum kann verschiedene Bestandteile besitzen, zum Beispiel eine aufgesetzte Kappe um den Fersenbereich. Diese dient dazu den Fuß weitergehend zu stabilisieren und zu führen. Der Außenschaft teilt sich in verschiedene Elemente. Vorne ist das Vorderblatt mit der Zunge, im hinteren Bereich befinden sich die seitlichen Quartiere. Der Boden besteht, je nach Modell, aus mindestens einer Sohle (Mokassin) oder wie beim Lederhalbschuh, aus einer Innensohle und einer Laufsohle. Bei manchen Modellen kann zwischen der Innen- und der Laufsohle auch noch eine Zwischensohlen vorhanden sein. Dies ist meist bei Sportschuhen der Fall. Oder die Innensohle ist durch eine Decksohle abgedeckt. Ab und an ist auch eine herausnehmbare Einlegesohle vorhanden. Wenn die Laufsohle nicht aus Leder, hat sie normalerweise ein tieferes Profil. Der Fersenbereich ist häufig eine erhöht - auch bekannt als Absatz. Ist dieser nicht vorhanden spricht man auch von einem Nullboden.
Schuhmodell mit den verschiedenen Elementen